Think positive.
Denn jede noch so außergewöhnliche Situation bringt auch gute Seiten mit sich – man muss sie nur zulassen.
Das ist natürlich nicht ganz einfach. Aber dennoch sollten Sie sich besonders in weniger guten Zeiten immer mal wieder die hoffnungsvollen Momente vor Augen führen und sich fragen: Welche positiven Effekte kann ich aus der Krise mitnehmen? 

Als Gedankenanstoß und zur Inspiration haben wir 7 positive Trends zusammengefasst.

1. Entschleunigung 

Fußballabend mit den Kumpels, gemeinsamer Familienabend, Besuch bei den Eltern. Zwischendrin noch einkaufen, den Haushalt auf dem Laufenden halten und Wäsche bügeln – alles neben einer 40StundenArbeitswoche. Der normale Alltag von vielen ist randvoll. So sehr wir uns diesen meist positiven Stress gerade zurückwünschenkann es an der ein oder anderen Stelle auch angenehm sein, etwas „herunterzufahren“. Weniger Verabredungen und feste Termine bedeuten auch mehr ZeitZum Beispiel für einen gepflegten Garten, das Buch, das seit Monaten wartet oder um ein neues Kochrezept auszuprobieren. Vielleicht können wir uns für die Zukunft ein bisschen Ruhe im Alltag bewahren. 

2. Digitalisierung 

Was täten wir nur ohne Telefon-Flatrates, Nachrichtendienste oder VideotelefonieDie digitalen Möglichkeiten sind in den letzten Jahren nicht nur mehr, sondern auch einfacher geworden. Denken Sie nur an die 160 Zeichen-SMS, die einzeln abgerechnet wird, zurück. Unvorstellbar. 

In Situationen, in denen face-to-face Treffen nicht möglich sind, erleichtert das digitale Leben den sozialen Austausch. Genau das zeigt sich auch im Arbeitsumfeld. Viele Unternehmen agieren aus dem Homeoffice und sind von dort aus voll reaktionsfähig. Fazit: Digitalisierung – privat sowie beruflich – funktioniert und kann besonders in außergewöhnlichen Zeiten helfen. 

3. Zusammenhalt 

Was zunächst paradox klingt, ist Wirklichkeit geworden: Merken Sie auch, dass viele Menschen emotional näher zusammenrücken, obwohl sie räumlich getrennt sind? Trotz der Distanz rückt man zusammen: Bei einem gemeinsamen virtuellen Kochabend, ausführlichen Telefonaten oder – wie früher – mit Briefen und Postkarten. Es entsteht ein neuer Zusammenhalt, der bis vor ein paar Wochen an vielen Stellen noch undenkbar war. Weniger Egoismus, mehr Miteinander. Ganz sicher auch nach Corona sinnvoll.

 4. Gesundheit 

Irgendwie merken wir immer erst dann, wie gut es uns eigentlich geht, wenn sich etwas geändert hat. Die Tatsache, ohne Rückenschmerzen schlafen zu können, schätzen wir erst in dem Moment, in dem der Hexenschuss einfach alles lahmlegt. Corona kann ein Wake-up-Call für uns sein, das vermeintlich Selbstverständliche wieder wertzuschätzen: morgens gesund aufzuwachen. 

 5. Momente 

Wie sehnen wir uns momentan nach dem Sonnenuntergang am Meer, dem Roadtrip durch die Rocky Mountains oder der Rucksack-Tour in ThailandReisen findet gerade leider nur in unseren Gedanken statt und zeigt eines: Auch der verregnete Urlaubstag bei 3 Grad Plus im nassen Anorak und mit durchtrieften Socken ist etwas ganz Besonderes – denn er ist einmalig. Carpe diem? Ja, aber es nicht nur der Tag der zählt, sondern auch der Moment. 

 6. Alltag 

Donnerstagabend, 20 Uhr. Sie machen sich auf zum Abendessen mit lockeren Bekannten und haben eines: überhaupt keine Lust. Viel lieber würden sie einfach auf der Couch einen Film schauen und zeitig schlafen gehen. Kennen Sie? Kennt wahrscheinlich jeder. Weil genau ein solcher Abend meistens dann noch unterhaltsam endet, ist es momentan besonders schwer, darauf zu verzichten. Das lehrt uns eines: In Zukunft sollten wir auch kleine Freuden wieder mehr wertschätzen und bewusst wahrnehmen. 

 7. Umwelt 

Deutlich weniger Smog und die Rückkehr der Delfine nach Venedig zeigen: Unsere Verlangsamung tut der Natur gut. Das kann uns allen ein Zeichen sein, auch in normalen Zeiten besser auf unsere Umgebung aufzupassen. Wasser aus beim Zähneputzen, keine Plastiktüten im Supermarkt und der Umstieg vom Auto aufs Fahrrad (wo es geht) – wenn jeder von uns Kleines tut, entwickeln sich große Ergebnisse.  

Nur sieben Punkte? Sicher gibt es da noch viel mehr: Was haben Sie in den letzten Wochen gelernt?

 

Wie wir selbst mit der aktuellen Situation rund um Corona umgehen und was das mit fränkischem Hochzeitsessen zu tun hat, lesen Sie im dazugehörigen Beitrag.