Claudia Tjong im Interview

„Statt ein starrer Arbeitgeber zu sein, ist YAVEON ein Unternehmen, das den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ermöglicht, sich zu entwickeln.“

Ein Interview mit Claudia Tjong, Leitung Personalmanagement bei YAVEON

Dass alles anders wird als es in 2020 war, wünschen sich viele. 2021 soll wieder besser werden, einfacher, unbeschwerter. Doch das vergangene Jahr hat auch Chancen eröffnet und die Bedeutung von Menschen und Kommunikation vermehrt in den Mittelpunkt gerückt. Der ideale Zeitpunkt also, die Köpfe hinter YAVEON, die Menschen, die das Unternehmen leiten, vorzustellen.

Vielfalt, eine angenehme Atmosphäre mit Teamgeist und ein reizvoller „Spirit“ – das ist es, was Claudia Tjong jeden Tag aufs Neue motiviert. Was ihr an YAVEON gefällt, wie Sie mit der veränderten Arbeitssituation durch Corona zurechtkommt und was ökologischer Landbau auf Kreta mit ihrem beruflichen Werdegang zu tun hat, erzählt sie im Februar 2021 im Interview. 

Claudia, du bist seit 2016 bei YAVEON. Wie ist der Kontakt entstanden? 

Deersten Kontakt zu YAVEON hatte ich eigentlich schon 2008. Ein Freund erzählte mir, dass es Veränderungen bei ihm im Unternehmen gibt, eine Ausgründung der „YAVEON“Was er erzählte, fand ich von Anfang an spannendein ambitionierter Entdecker-Spirit war einfach zu spüren. So gerne ich bereits damals bei YAVEON gearbeitet hätte - da es sich zunächst um ca. 30 Leute handelte, wurde noch keine Personalabteilung benötigt. 

Und wie ging es dann weiter? 

Im November 2015 stieß ich auf eine Stellenanzeige von YAVEON und prompt war wieder der Wunsch dabei YAVEON zu arbeiten. Daher habe ich mich gleich beworben. Im ersten Gespräch habe ich York als damaligen Finanz- und Personalvorstand und meinen heutigen HR-Kollegen Markus kennengelernt und fand beide auf Anhieb sehr sympathisch. Umso mehr habe ich mich gefreut, als ich die Zusage erhalten habe. 

Du bist jetzt ca. fünf Jahre bei YAVEON. Was gefällt dir an deiner Arbeit am besten? 

Für mich sind der Spirit des Unternehmens und auch die Branchen einfach spannend – mein Bauchgefühl von 2008 hat mich nicht getäuscht. Es ist immer abwechslungsreichwird nie langweilig und macht einfach Spaß. Außerdem empfinde ich das Miteinander als sehr freundschaftlich. Wir ziehen an einem Strang - ein echtes Wir-Gefühl 

Die Unternehmenskultur spielt bei YAVEON ja eine große Rolle. 

Unsere Überzeugung ist „Culture eats Strategy for Breakfest” (Peter Drucker). Vor einiger Zeit haben wir angefangen, das Thema Unternehmenskultur noch mehr in den Fokus zu rücken und das trägt Früchte. Wir sind kein starrer Arbeitgeber, sondern ein Unternehmen, das es den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ermöglicht, sich zu entwickeln. Wir bewegen uns immer mehr weg von hierarchischem zu demokratischem Denken, Agilität, Eigenverantwortlichkeit und konstruktiver Kritik. Auch was Fehler betrifft sind wir auf einem guten Weg. Es geht nicht darum, keine Fehler zu machen, sondern aus ihnen zu lernen. Ein wesentlicher Aspekt bei uns ist, dass unser CEO York zu 100 % hinter der Entwicklung unserer Unternehmenskultur steht und diese aktiv fördert und vorlebt. Schließlich geht es ja auch immer elementar um die Frage, wie gehen wir miteinander um bzw. wie wollen wir miteinander umgehen?  

Werfen wir einen Blick in die Vergangenheit: Was war, aus heutiger Sicht, die beste Entscheidung deiner beruflichen Laufbahn? 

Ob etwas eine gute Entscheidung ist, weiß man ja oft erst im Nachhinein. Ich kann heute sagen: Den Wechsel zu YAVEON habe ich mit Sicherheit nicht bereut. Das liegt vor allem an den Menschen, die sich hier mit hohem persönlichem Einsatz und innovativen Ideen einbringen und die Entwicklung des Unternehmens Tag für Tag gemeinsam nach vorne bringen. 

Als Leiterin des Personalmanagements gibt es sicher auch immer mal wieder schwierige Themen. Wie triffst du Entscheidungen? 

Da eine Person nicht alles wissen kann, und jeder ja naturgemäß aus seiner eigenen Brille sieht, finde ich es sehr wichtig, immer auch noch andere Standpunkte und Meinungen zu hören, um das Big Picture zu erfassen. Mein Tipp ist außerdem, nie unter Zeitdruck zu entscheiden, da in solchen Situationen wichtige Aspekte oder Warnsignale gerne ausgeblendet werden. Im Zweifelsfall schlafe ich nochmal eine Nacht über eine wichtige Entscheidung. Außerdem höre ich stark auf mein Bauchgefühl. Wenn mein Bauch sagt, da stimmt was nicht, dann schaue ich zunächst nochmal genau hin, bevor ich entscheide. Wichtig finde ich auch immer, eigene und fremde Motive zu hinterfragen, sowie Chancen und Risiken sowie kurz-, mittel- und langfristige Folgen gegeneinander abzuwägen. 

YAVEON ist immer auf der Suche nach neuen Talenten. Was erwartet neue Kolleginnen und Kollegen? 

Trotz der Größe des Unternehmens bieten wir eine sehr familiäre Arbeitsatmosphäre, wir haben ein freundliches, offenes und hilfsbereites Miteinander. Ich denke, es ist außerdem einzigartig, dass unsere Unternehmenskultur sich über alle Unternehmensbereiche erstreckt. 

Und was sollten Bewerber mitbringen? 

Die Software-Branche ist sehr dynamisch unterwegs. Daher legen wir großen Wert auf Eigenständigkeit. Proaktives Handeln und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, sind uns ausgesprochen wichtig. Auch und gerade, wenn man neu an Bord ist, sollte man sich nicht scheuen, Fragen zu stellen und Unterstützung aktiv einzufordern. Dann kann man sich auch darauf verlassen, nicht im Stich gelassen zu werden. 

Die Corona-Pandemie hat Vieles verändert. Das Team YAVEON ist seit März 2020 fast vollständig im Homeoffice. Wie gehst du damit um? 

Mir fehlt der persönliche Austausch, der sich bei einer Anwesenheit im Büro automatisch ergibt. Es ist nicht immer einfach, die Distanz zu überbrücken, wenn man die Kolleginnen und Kollegen nicht persönlich trifft. Termine mit Kamera oder ein Anruf, in dem man auch mal über das Befinden oder private Themen spricht und sich informell austauscht, helfen da sehrDie technischen Möglichkeiten sind ja zum Glück da. Doch dies ist natürlich dauerhaft kein Ersatz für das soziale Miteinander zumindest ab und zu mal vor Ort. Und unsere Tischkicker und der Billardtisch wollen auch mal wieder gespielt werden. 

Du sagst, es ist wichtig, persönliche Kontakte zu halten. Fällt dir im Homeoffice manchmal die Decke auf den Kopf? 

Wenn mir die Decke auf den Kopf fällt, hilft bei mir an erster Stelle Bewegung. Sei es z. B. mal sich zu strecken, eine Übung für den Rücken oder ein kurzer Spaziergang. Da der Weg ins Büro aktuell wegfällt, ist damit automatisch die Gefahr verbunden, sich zu wenig zu bewegen. Am liebsten bin ich in der Natur, auch und manchmal gerade bei Regen, Wind oder SchneefallDas kann sehr erfrischend sein und macht gute Laune. 

Wärst du nicht Personalleitung bei YAVEON, was würdest du machen? 

Ich würde auf Kreta ökologischen Landbau betreiben. Vor drei Jahren war ich mit meiner Schwester dort im Urlaub und durfte einen kleinen Hof inmitten der Natur besuchen. Dort wurden Kräuter, Obst und Gemüse angebaut und eingemacht, Olivenöl hergestellt, Marmeladen frisch eingekocht und, und, und. Das hat mich sehr beeindruckt. 

Hast du ein besonderes Hobby? 

Schon während meines Studiums habe ich Theater gespielt, anfänglich bei der KHG in Würzburg, dann auch auf den kleinen Off-Bühnen. Ursprünglich reizte mich, dass es eine Möglichkeit bot, Emotionen auszudrücken. Dann merkte ich, dass ein Theaterstück ein Gemeinschaftserlebnis ist, nicht nur mit den Mitschauspielern und der Regie, sondern auch mit dem Publikum, wenn man es in seinen Bann zieht. Viele Jahre war ich in meinem Lieblingshobby aktiv und habe meine Abende oft auf der Bühne verbracht, sei es zum Proben oder während der Aufführungen. Das habe ich mit hoher Begeisterung getan und es hat mir sehr viel Energie gegeben. Seit ein paar Jahren habe ich das zurückgefahren. Die Zeit des großen Lampenfiebers ist vielleicht einfach vorbei.

Urlaub bedeutet Entspannung. Wo kannst du am besten abschalten? 

Ich bin im wunderbaren Freiburg im Breisgau aufgewachsen und liebe einfach diese sanften Hügellandschaften des Südschwarzwalds, die Schwarzwaldhöfe und die Schwarzwaldluft. Dort fühle ich mich immer wieder auf Anhieb zu Hause. Aber auch Würzburg liebe ich sehr mit seinem fast schon mediterranen Flair. Ich bin gerne zu Hause, weil es hier auch viel zu erleben gibtDie Gesellschaft von guten Freunden ist essenziell für die Ups im Leben. Sehr wohl habe ich mich auf Fernreisen auch auf Taiwan mit seinen fröhlichen teamorientierten Menschen oder in Griechenland gefühlt, weil ich auch eine kleine Schwäche für die Antike habe. 

Frühaufsteher oder Nachteule? 

Nachteule. Ich genieße die Ruhe der Nacht, wenn es draußen still geworden ist und ich meine Gedanken einfach fließen lassen oder eine Stimmung auf mich wirken lassen kann. Dann ist Raum für „Let it be . 

Hast du eine Lebensweisheit? 

In mir findet der Spruch von Mahatma Gandhi Resonanz: „Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt.“ Sehr schnell neigen wir dazu, mit dem Finger auf den anderen zu zeigen und lenken uns hierdurch von unseren eigenen Unzulänglichkeiten und dem, was wir tun können, ab. Zuletzt zum Nachdenken angeregt hat mich eine Aussage von Carlo Acutis, die auf die Einzigartigkeit eines jeden von uns abzielt und ungefähr so lautet, “Wir werden alle als Originale geboren, doch viele von uns sterben als Kopie.” Sehr berührt hat mich kürzlich auch aus „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry die Antwort der Rose auf die Frage des kleinen Prinzen, ob sie Angst vor dem Tod habe, „Aber nein. Ich habe doch gelebt, ich habe geblüht und meine Kräfte eingesetzt soviel ich konnte (…).“ Wir leben oft so als wären wir ewig hier, doch uns steht nur eine gewisse individuelle Zeitspanne zur Verfügung. Wie wollen wir diese genutzt haben?

Manchmal passieren im Leben Dinge, die ein solches Lebensgefühl unterstützen. Gibt es einen Moment, der dich geprägt hat? 

Vor einigen Jahren hatten wir in der Toskana für ein paar Wochen ein Häuschen gemietet. In der Garage gab es ein Nest mit drei kleinen Vögelchen und eines der Vogelkinder war herausgefallen. Es lag auf dem Steinboden und ich befürchtete, dass es nicht überlebt hatteAls ich es hochhob (mit Küchenrolle, damit es möglichst keinen nestfremden Geruch annimmt), merkte ich, dass sein kleines Herzchen kräftig schlug. Das war ein überwältigendes Gefühl, diesen Herzschlag so unmittelbar in diesem kleinen Körper zu spüren. Das war ein Gefühl von Leben pur! Ich habe das Kleine dann wieder ins Nest gesetzt und die Eltern haben es entgegen meiner Befürchtung zum Glück sofort wieder aufgenommen, worüber ich sehr froh war. Auch in den folgenden Tagen war es augenscheinlich wohlauf und die Vogeleltern schienen ganz glücklich, ihren Ausflügler wieder zu haben. 

Claudia, vielen Dank für das Interview und die Einblicke.

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