York Braune im Interview

„Das ´Was´ wir machen lässt sich vielleicht kopieren – nicht aber das ´Wie´.“

Ein Interview mit York Braune, YAVEON CEO

Dass alles anders wird als es in 2020 war, wünschen sich viele. 2021 soll wieder besser werden, einfacher, unbeschwerter. Doch das vergangene Jahr hat auch Chancen eröffnet und die Bedeutung von Menschen und Kommunikation vermehrt in den Mittelpunkt gerückt. Der ideale Zeitpunkt also, die Köpfe hinter YAVEON, die Menschen, die das Unternehmen leiten, vorzustellen.

Es ist der 25. Januar, als sich der Teams-Call öffnet, die Kamera angeht und York Braune im Homeoffice bereit für sein Interview ist. „Na, wie geht’s? Hattest du ein schönes Wochenende?“, fragt er, bevor es losgeht und zeigt damit schon vor dem Interview, was ihm wichtig ist: Menschlichkeit.

York, einige kennen deinen Werdegang. Viele fragen sich aber bestimmt: Wie bist du zu YAVEON gekommen und was hat dich damals am Unternehmen gereizt?

Den ersten Kontakt hatte ich mit YAVEON im Jahr 2009, als ich bei meinem damaligen Arbeitgeber und später bei einem weiteren Unternehmen jeweils als CFO ERP-Projekte mit YAVEON umgesetzt habe. In dieser Zeit habe ich viele Personen bei YAVEON kennengelernt, erste Einblicke erhalten und Kontakte geknüpft. Als sich bei mir eine berufliche Veränderung abzeichnete, kamen YAVEON Mitarbeiter auf mich zu und fragten, ob ich mir den Posten als CFO vorstellen könnte.

Warum hast du dich dafür entschieden?

Zu der Zeit hatte ich zwei weitere interessante berufliche Möglichkeiten, eine in der Schweiz und eine in London. Zu Beginn habe ich mich allerdings gefragt, ob YAVEON als Unternehmen aufgrund der Größe zu mir passen würde. Letztendlich fiel mir die Entscheidung dann aber aus mehreren Gründen leicht: IT war aus meiner Sicht für Unternehmen schon immer ein strategisch wichtiger Faktor und ich finde die Branche der Life Sciences sehr interessant. Außerdem war ich von Anfang an überzeugt, dass viel Potenzial in YAVEON steckt. Letztendlich hat auch die Nähe zu meiner Heimat München eine Rolle gespielt. Würzburg ist deutlich einfacher zu erreichen als London bzw. die Schweiz.

Du bist bei YAVEON als CFO eingestiegen, heute bist du CEO. Wie kam das?

Das war gar nicht so geplant, ich kam ja 2015 als der „Finanzer“ zu YAVEON. Im Laufe der Zeit habe ich dann aber immer mehr Aufgaben auch aus anderen Bereichen übernommen und gemerkt, dass mir das richtig Spaß macht. Von den reinen CFO-Tätigkeiten habe ich mich Stück für Stück in Richtung allgemeines Management entwickelt. Als es dann innerhalb der YAVEON personelle Veränderung gab, erhielt ich die Möglichkeit, den Posten zu übernehmen und ich bin jeden Tag glücklich darüber. Die Position als Leader und die Arbeit mit Menschen machen mir sehr viel Spaß.

Als CEO hat man sicher ein sehr vielfältiges Aufgabengebiet. Wie können wir uns deinen Arbeitsalltag vorstellen?

Einen klassischen Arbeitsalltag gibt es nicht, die wenigsten Termine sind weit im Voraus geplant. Ich reagiere viel spontan auf Aktuelles, manchmal gehört da auch ein bisschen Improvisation dazu. Eigentlich habe ich dabei mit fast jedem aus dem Team YAVEON mal Kontakt, hauptsächlich aber mit den Führungskräften sowie Claudia Tjong und Gebhard Schwan. Die Geschäftsführungs-Sitzungen gehören definitiv mit zu meinen liebsten Aufgaben.

Hat deine Arbeitswoche ein Highlight?

Ja, das hat sie: den Stand-Up-Call. Den haben wir ins Leben gerufen, als das ganze Team aufgrund von Corona letztes Jahr im Frühling ins Homeoffice gegangen ist. Seitdem machen wir das immer mittwochs und es ist bis heute immer wieder spannend, welche Themen dort besprochen werden. Der Stand-up-Call gehört fest dazu und ist immer wieder aufs Neue spannend.

Du bist ja nun schon einige Jahre bei YAVEON. Was nimmst du dir für die Zukunft vor?

Mein Ziel ist es, dass wir stärker als IT-Haus, also als breit aufgestellter Software-Partner, wahrgenommen werden. Natürlich, ERP ist unsere Basis, unser Kerngeschäft. Aber wir haben in den vergangenen Jahren unser Portfolio beträchtlich vertieft und unser Know-how geschärft. Dieses Wissen wollen wir Kunden noch mehr an die Hand geben und so auch wachsen.

Wie willst du das erreichen?

Qualität ist das A und O, wenn es um Software-Projekte geht. Unsere Kunden wünschen sich eine Lösung, die wirklich funktioniert. Schließlich handelt es sich um geschäftskritische Prozesse. Da ist es wichtig, einen Partner an der Seite zu haben, der ehrlich ist und dem man vertrauen kann. Wir sind vielleicht nicht der günstigste Software-Anbieter, aber ein Partner, der hält, was er verspricht, und hochwertige Ergebnisse liefert.

Das Jahr 2020 hat alles auf den Kopf gestellt. Wie hast du die vergangenen 12 Monate empfunden?

Aus persönlicher Sicht bin ich in der glücklichen Lage, Vieles gewonnen zu haben. Durch die Arbeit im Homeoffice kann ich viel mehr Zeit mit meiner Frau und meinen Kindern verbringen. Ich habe mir bei uns zuhause ein schönes Büro eingerichtet, in dem ich mir sehr wohl fühle.

Umgekehrt fehlen mir dadurch aber auch die persönlichen Kontakte zu den Kollegen im Büro. Die Corona-Krise ist für jeden von uns eine große Herausforderung, die sehr viele Entbehrungen abverlangt. Aber auch, wenn es manchmal schwerfällt: Wir müssen da jetzt durch und positiv in die Zukunft blicken.

Welche Risiken und welche Chancen ergeben sich deiner Meinung nach durch Corona?

Risiken bzw. Verbesserungsbedarf sehe ich eindeutig beim Thema „new work“. Eine gute Internetverbindung und damit funktionierende Tools wie Microsoft Teams, Outlook oder Zoom sind mit der remote-Arbeit so wichtig wie nie zuvor. Ich hoffe, dass Corona einen Anstoß gegeben hat, das Internet in Deutschland besser auszubauen.

Als Chance sehe ich eindeutig die Möglichkeiten, die sich durch IT ergeben. So können ganz neue Ziele erreicht werden. Ein großes Thema mit viel Potenzial ist sicher Künstliche Intelligenz. Aber auch das sollte mit gesundem Menschenverstand angegangen werden. Das Gefahrenpotenzial darf nicht aus den Augen geraten. Es ist wichtig, die Balance zu halten. Software ist und bleibt für die Zukunft ein wichtiges Thema. Denn sie schafft es, das eigene Geschäft zeitgemäß und profitabel zu managen.

Vor nicht ganz drei Monaten ist das neue Jahr gestartet. Was hast du dir 2021 für YAVEON vorgenommen?

Genau da weitermachen, wo ich 2020 aufgehört habe: Die menschenzentrierte Unternehmenskultur bei YAVEON fördern. Dafür ist es auf Dauer sehr wichtig, dass sich das Arbeitsleben etwas normalisiert. Denn reine remote-Arbeit ist schwierig. Wir brauchen persönliche Kontakte für unser Wohlbefinden – und das ist entscheidend für Spaß an der Arbeit und erfolgreiche Projekte. Denn das „Was“ wir machen, lässt sich vielleicht kopieren – nicht aber das „Wie“. Das macht uns zu einem einzigartigen Software-Partner und Arbeitgeber.

„Stark sein“ ist eine wichtige Eigenschaft. Darf ein Chef aus deiner Sicht auch mal Schwächen zeigen?

Nein, ein Chef muss aus meiner Sicht sogar Schwächen zeigen. Ein Chef sollte nicht der große, makellose Held sein, denn das ist nicht ehrlich. Wir alle haben Schwächen und Ängste und sollten dazu stehen. Im Gegenteil: Schwäche zu zeigen empfinde ich als enorme Stärke, denn so entsteht Vertrauen.

Hast du jemals an deiner Berufswahl gezweifelt?

Das nicht. Aber wie ich vorhin schon beschrieben habe, hat sich mein Interesse weiterentwickelt. Die Finanzwelt fasziniert mich bis heute, das allgemeine Management erfüllt mich aber voll.

Neben dem Beruf gibt es auch ein Privatleben. Wie schaffst du es, abzuschalten? Wie sieht deine perfekte Pause aus?

Abschalten ist oft gar nicht so einfach. Wenn mich ein Thema beschäftigt, dann will ich es direkt angehen. Beim Joggen oder bei einem Hörbuch bekomme ich den Kopf aber gut frei. In meiner Mittagspause esse ich am liebsten gemeinsam mit meiner Frau.

Gibt es etwas, das dich so richtig auf die Palme bringt?

Definitiv: Ungerechtigkeit. Wenn ich das Gefühl habe, ungerecht behandelt zu werden oder ein solches Verhalten beobachte, werde ich richtig sauer. Extrem egoistisches Handeln ist gegen jeden Teamgeist und gegen jede Unternehmenskultur.

In deiner Position hörst du sicher viele Meinungen. Wie gehst du mit Kritik um? Wie mit Lob?

Kritik ist wichtig, um sich weiterentwickeln zu können. Ich wünsche mir ehrliche Kollegen, die sich trauen, ihre Meinung zu vertreten, keine Ja-Sager. Deshalb fordere ich Kritik immer wieder ein und versuche darauf zu reagieren und besser zu werden.

Über Lob freue ich mich natürlich und wenn es ehrlich gemeint ist, dann kann ich es auch sehr gut annehmen.

Hast du eine Lebensweisheit, die du mit uns teilen möchtest?

Eine Lebensweisheit in dem Sinne nicht, aber einen Standpunkt: Ehrlichkeit. Ich finde es enorm wichtig, ehrlich zu sein – beruflich und privat.

York, vielen Dank für das Interview und die Einblicke.

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