Low-Code-Software

Der große Low-Code-Guide:

Was Sie schon immer zu Low-Code wissen wollten einfach und verständlich erklärt.

Low-Code ist seit einiger Zeit und im Zuge der Digitalisierung vermehrt in den Vordergrund gerückt. Recherchen führen allerdings häufig zu Verwirrung, denn das Thema wirkt komplex – zu Unrecht! Denn gerade Low-Code ist darauf ausgelegt, unkomplizierte Lösungen zu ermöglichen. Der große YAVEON Low-Code-Guide beantwortet daher die wichtigsten Fragen – einfach und verständlich.

Inhalte

    Was bedeutet Low-Code und was ist eine Low-Code-Plattform?

    Eine richtig passende Übersetzung für „Low-Code“ zu finden, ist gar nicht so einfach. Am besten trifft es wohl „wenig Code“. Gemeint ist damit eine neue und besonders einfache Herangehensweise, Software zu erzeugen – denn Anwender bzw. Programmierer müssen eben nur „wenig Code“ generieren. Statt aufwändig programmieren zu müssen, können Standardmodule mittels reiner Konfiguration angepasst werden. Auch Laien ist es daher möglich, Software zu erstellen. Das Ergebnis ist eine sogenannte Low-Code-Plattform. Dabei handelt es sich also um die fertige Softwareanwendung, in der Nutzer dann im Alltag mit selbst konfigurierten Apps arbeiten.

    Es gibt zahlreiche Low-Code-Plattformen. Sicher kennen Sie einige davon bereits (zumindest namentlich):

    • WEBCON BPS
    • Microsoft
    • Scopeland
    • mendix
    • outsystems
    • Salesforce
    • thinkwise
    • WordPress
    Logos Low-Code Plattformen

    Übrigens, die Anfänge der Low-Code-Bewegung liegen rund 30 Jahre zurück: Bereits in den 1990er Jahren gab es erste Ansätze, Software auf Low-Code-Basis zu errichten – das sogenannte Rapid Application Development (RAD). Der Begriff „Low-Code“ kam im Jahr 2014 hinzu. Geprägt wurde er vom Marktforschungsunternehmen Forrester Research mit Sitz in den USA.

    Welche Vorteile hat Low-Code-Software?

    Vorteile sind von Unternehmen zu Unternehmen verschieden. Einige lassen sich jedoch grundlegend nennen:

    Welche Anwendungsfälle gibt es für Low-Code-Technologien?

    Wofür eignet sich Low-Code, was sind mögliche Low-Code-Anwendungen? Hauptsächlich sind das solche Prozesse, die sich digitalisieren und automatisieren lassen und in denen Daten bislang mündlich, per Formular, Notizzettel oder per E-Mail ausgetauscht wurden. Dort, wo Anwender heute Information in eine E-Mail schreiben, die andere Nutzer dann in Standard-Software übertragen oder mit Hilfe solcher prüfen, bieten Low-Code-Applikationen einen entscheidenden Vorteil: Daten können strukturiert erfasst und die Prüfungen durch Zugriff auf andere Programme automatisiert werden.  Besonders interessant ist Low-Code daher für administrative Prozesse und Nebenprozesse.

    Welche Rolle spielen administrative Prozesse und Nebenprozesse?

    Überlegen Sie kurz: Standard-Programme wie ein Enterprise Resource Planning-System (ERP-System) oder ein Customer Relationship Management System (CRM-System) decken insgesamt nur ungefähr die Hälfte aller Geschäfts-Prozesse in Unternehmen ab. Viele weitere Bereiche eignen sich daher für den Einsatz von Low-Code Anwendungen. Workflows lassen sich besonders gut mit Low-Code-Applikationen umsetzen. Ziel ist es, Geschäftsprozesse möglichst effizient zu digitalisieren. Konkret können das beispielsweise folgende Anwendungsfälle sein:

    Icon mit Zahl 1

    Urlaubsverwaltung

    Dank digitaler Urlaubsverwaltung beginnen Ihre freien Tage mit weniger Aufwand.

    Icon mit Zahl 2

    Reisemanagement

    Dienstreisen organisieren Sie dank digitalem Reisemanagement und Workflow einfacher.

    Icon mit Zahl 3

    Lieferantenportal

    Ein Lieferantenportal bildet Ihre Schnittstelle für bessere Lieferantenbeziehungen.

    Icon mit Zahl 4

    Kundenportal

    Mit Ihrem Kundenportal arbeiten Sie und Ihre Kunden einfacher, schneller und effizienter.

    Icon mit Zahl 5

    IT-Anträge

    Mit einem digitalen Workflow wickeln Sie IT-Anträge ohne Papierchaos und schneller ab.

    Keine Sorge, das sind nur einige Beispiele dafür, was alles geht. Apps in Low-Code eignen sich auch sehr gut, um beispielsweise Stammdaten wie Stücklisten oder Herstell-Vorschriften zusammenzustellen und dann im ERP-System anzulegen.

    Andere Beispiele umfassen Portale, über die Unternehmen die Kommunikation mit ihren Lieferanten bündeln. Das macht keinen Sinn? Doch, wenn Sie z.B. viele kleine Lieferanten haben, die keine eigene Warenwirtschaft oder ein eigenes ERP-System nutzen. Sie bündeln so die Kommunikation in einer Plattform und über einheitliche Masken und sparen viel Zeit ein.

    Andere Szenarien ergänzen außerdem Qualitätsmanagement-Software flexibel um Abläufe, die darin nicht oder nur schwer abgebildet werden können.

    Hat Low-Code-Software Grenzen?

    Die Vorteile von Low-Code-Software leuchten ein. Aber schon der Begriff Low-Code impliziert, dass es ganz ohne Programmierung eben doch nicht geht. Doch ab wann muss programmiert werden? Das lässt sich schwer sagen, denn der Punkt ist bei jedem Projekt anders. Faustregel ist jedoch, dass ungefähr 80 % der eigentlichen Anwendungsentwicklung ohne jede Programmierung möglich sind. Die übrigen 20 % beziehen sich auf Feinheiten und Spezialfälle – dafür sind dann Programmierkenntnisse nötig. Ein Beispiel dafür ist das klassische ERP-System. Die Geschäftsprozesse, die hiermit abgebildet werden, sind für eine Low-Code-Entwicklung zu komplex.

    Grafik Programmieren

    Wie geht man am besten das erste eigene Low-Code-Projekt an?

    Jeder fängt mal klein an – genau so ist es auch bei Low-Code-Projekten im Zuge der Digitalisierung. Um eine möglichst hohe Akzeptanz mit maximalem Ergebnis in Ihrem Unternehmen zu erzeugen, beginnen Sie am besten mit kleinen Prozessen. In kurzer Zeit erhalten Sie so eine Applikation für die Nutzer – und das hilft gleich doppelt: Erstens motivieren schnelle Ergebnisse und die Nutzer spüren bereits nach kurzer Zeit, dass ein eindeutiger Mehrwert da ist. Alle sind zufrieden? Dann auf ins nächste Projekt!

    Für welche Unternehmen eignen sich Low-Code-Lösungen?

    Ob eine Low-Code-Entwicklung für ein Unternehmen den gewünschten Erfolg erzielt, hängt ganz von den gesetzten Zielen ab. Grundsätzlich lässt sich jedoch sagen, dass Low-Code-Lösungen für jedes Unternehmen spürbare Mehrwerte erzeugen können, denn Workflows erleichtern den Alltag – wie groß das Unternehmen ist, spielt dabei keine Rolle.

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    Wie sicher sind Low-Code-Applikationen?

    Die Sicherheit der Low-Code-Applikationen hängt von der Sicherheit, mit der eine solche Plattform im lokalen oder öffentlichen Netz eingebunden ist, ab. Die meisten aktuellen Plattformen haben für sich bereits eine hohe Sicherheit und schützen die Daten durch umfangreiche Rechte-Konfigurationen. Bei der Gestaltung einzelner Schnittstellen zum internen ERP-System oder zu anderen Programmen müssen Sicherheitsaspekte genauso berücksichtigt werden wie bei der Frage, welche Anwender über welche Methoden auf die Plattform zugreifen können. Sie sehen: Das Thema “Sicherheit” umfasst zahlreiche Punkte, die einzeln zu bewerten sind.

    Gibt es Unterschiede zwischen Low-Code- und No-Code-Software?

    Neben Low-Code-Software gibt es auch sogenannte No-Code-Plattformen. Diese haben zwar den Vorteil, dass sie noch einfacher zu bedienen sind als Lösungen, die auf wenig Code beruhen. Gleichzeitig sind diese jedoch auch eng limitiert, da sie sehr starr sind. Auch hier ist es wichtig, einen Blick darauf zu werfen, für welchen Bedarf die Lösung geeignet ist.

    Fazit

    Bei einer Low-Code-Plattform handelt es sich also um eine Software-Lösung, die dank wenig Programmieraufwand besonders einfach umzusetzen ist und somit die Digitalisierung von Unternehmen erleichtern kann. Auch Nicht-Programmierer schaffen es problemlos, Anpassungen vorzunehmen oder Änderungen umzusetzen. Weil die Bedienung außerdem intuitiv und unkompliziert ist, spüren Nutzer in kurzer Zeit einen Mehrwert in der alltäglichen Arbeit. Das reduziert die Sorge vor „neuer Software“ und erleichtert mögliche Folgeprojekte. Allerdings hat Low-Code-Software auch ihre Grenzen: Komplexe Lösungen wie ERP-Systeme können damit nicht abgedeckt werden. Vielmehr sind es hauptsächlich administrative und Nebenprozesse, die dank Low-Code digitalisiert und automatisiert werden können. In diesem Bereich gibt es zahlreiche geeignete Anwendungen. Wie in den meisten Fällen ist es also auch hier die Mischung, die es ausmacht. Neben klassischer Software stellt eine passende Low-Code-Lösung jedoch ohne Frage eine enorme Bereicherung für den Arbeitsalltag von Unternehmen dar.

    YAVEON setzt seine Low-Code-Projekte mit WEBCON um. Wenn Sie erfahren wollen, was diese so besonders macht, sind Sie auf unserer Website genau richtig.

    Der Autor

    Ingo Dörrie, Leitung Digitale Transformationsberatung bei YAVEON, weiß, worauf es ankommt: die individuelle und detaillierte Betrachtung Ihrer Situation, passgenaue Lösungen und einen Weg, mit dem Sie sich wohlfühlen. Lassen Sie sich von ihm zeigen, welche Möglichkeiten in Ihrem Unternehmen schlummern und wie die Digitalisierung Ihr Unternehmen voranbringt.

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